Feuchttücher - die Endgegner

Sie sind weich, praktisch und fühlen sich ein wenig nach Luxus an: Feuchttücher.

 

Dumm nur, dass sie im Abwassersystem ungefähr so fehl am Platz sind wie ein Turnschuh in der Spülmaschine.

 

Kürzlich stand wieder einmal eine grössere „Aufräumaktion“ an. Rund 70 Kilo Material wurden aus einer Leitung entfernt. Der Hauptdarsteller: Feuchttücher.

 

Diese verhalten sich nämlich alles andere als unauffällig. Sie bleiben, verhaken sich, wachsen zusammen – und werden irgendwann zu einem ziemlich unappetitlichen XXL-Knäuel. Ab dann gilt: nichts geht mehr. Ausser nach oben.

 

Das Missverständnis ist weit verbreitet: «Spülbar» heisst leider nicht «problemlos». Während sich normales Toilettenpapier brav auflöst, machen Feuchttücher genau das Gegenteil - sie halten zusammen. Hartnäckig. Sehr hartnäckig.

 

Und jetzt Klartext: Wer Feuchttücher ins WC wirft, entsorgt sie nicht wirklich - sie werden nur weitergeschickt. Und irgendwann kommen sie zurück. Spätestens dann, wenn die Leitung dicht ist.

 

Falls nicht ganz darauf verzichtet werden möchte: maximal eines. Wirklich nur eines. Aber auch das bleibt eher eine Notlösung. Der einzig saubere Weg ist und bleibt: Abfallkübel statt WC.

 

Die Erfahrung aus dem Alltag zeigt: Unten wird nichts vergessen. Und schon gar keine Feuchttücher.

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